{"id":7,"date":"2016-05-10T07:49:13","date_gmt":"2016-05-10T07:49:13","guid":{"rendered":"http:\/\/probelauf.textur-buero.de\/?page_id=7"},"modified":"2016-05-11T08:51:04","modified_gmt":"2016-05-11T08:51:04","slug":"hans-mein-igel","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/hans-igel.de\/?page_id=7","title":{"rendered":"Hans mein&nbsp;Igel"},"content":{"rendered":"<p>aus: Gebr\u00fc\u00adder Grimm, Kin\u00adder- und Hausm\u00e4rchen<\/p>\n<p>Es war ein\u00admal ein Bau\u00ader, der hat\u00adte Geld und Gut genug, aber wie reich er war, so fehl\u00adte doch etwas an sei\u00adnem Gl\u00fcck: er hat\u00adte mit sei\u00adner Frau kei\u00adne Kin\u00adder. \u00d6fters, wenn er mit den andern Bau\u00adern in die Stadt ging, spot\u00adte\u00adten sie und frag\u00adten, war\u00adum er kei\u00adne Kin\u00adder h\u00e4t\u00adte. Da ward er end\u00adlich zor\u00adnig, und als er nach Haus kam, sprach er: \u201cIch will ein Kind haben, und sollt\u2019s ein Igel&nbsp;sein.\u201d<\/p>\n<p>Da krieg\u00adte sei\u00adne Frau ein Kind, das war oben ein Igel und unten ein Jun\u00adge, und als sie das Kind sah, erschrak sie und sprach: \u201cSiehst du, du hast uns ver\u00adw\u00fcnscht.\u201d Da sprach der Mann: \u201cWas kann das alles hel\u00adfen, getauft muss der Jun\u00adge wer\u00adden, aber wir k\u00f6n\u00adnen kei\u00adnen Gevat\u00adter dazu neh\u00admen.\u201d Die Frau sprach: \u201cWir k\u00f6n\u00adnen ihn auch nicht anders tau\u00adfen als Hans mein Igel.\u201d Als er getauft war, sag\u00adte der Pfar\u00adrer: \u201cDer kann wegen sei\u00adner Sta\u00adcheln in kein ordent\u00adlich Bett kommen.\u201d<\/p>\n<p>Da ward hin\u00adter dem Ofen ein wenig Stroh zurecht\u00adge\u00admacht und Hans mein Igel dar\u00adauf\u00adge\u00adlegt. Er konn\u00adte auch an der Mut\u00adter nicht trin\u00adken, denn er h\u00e4t\u00adte sie mit sei\u00adnen Sta\u00adcheln gesto\u00adchen. So lag er da hin\u00adter dem Ofen acht Jah\u00adre, und sein Vater war ihn m\u00fcde und dach\u00adte, wenn er nur st\u00fcr\u00adbe; aber er starb nicht, son\u00addern blieb da liegen.<\/p>\n<p>Nun trug es sich zu, da\u00df in der Stadt ein Markt war, und der Bau\u00ader woll\u00adte hin\u00adge\u00adhen, da frag\u00adte er sei\u00adne Frau, was er ihr soll\u00adte mit\u00adbrin\u00adgen. \u201cEin wenig Fleisch und ein paar Wecke, was zum Haus\u00adhalt geh\u00f6rt\u201d, sprach sie. Dar\u00adauf frag\u00adte er die Magd, die woll\u00adte ein paar Tof\u00adfeln und Zwi\u00adckelstr\u00fcmp\u00adfe. End\u00adlich sag\u00adte er auch: \u201cHans mein Igel, was willst du denn haben?\u201d - \u201cV\u00e4ter\u00adchen\u201d, sprach er, \u201cbring mir doch einen Dudel\u00adsack&nbsp;mit.\u201d<\/p>\n<p>Wie nun der Bau\u00ader wie\u00adder nach Haus kam, gab er der Frau, was er ihr gekauft hat\u00adte, Fleisch und Wecke, dann gab er der Magd die Tof\u00adfeln und die Zwi\u00adckelstr\u00fcmp\u00adfe, end\u00adlich ging er hin\u00adter den Ofen und gab dem Hans mein Igel den Dudel\u00adsack. Und wie Hans mein Igel den Dudel\u00adsack hat\u00adte, sprach er: \u201cV\u00e4ter\u00adchen, geht doch vor die Schmie\u00adde und la\u00dft mir mei\u00adnen G\u00f6ckel\u00adhahn beschla\u00adgen, dann will ich fort\u00adrei\u00adten und will nim\u00admer\u00admehr wiederkommen.\u201d<\/p>\n<p>Da war der Vater froh, da\u00df er ihn los\u00adwer\u00adden soll\u00adte, und lie\u00df ihm den Hahn beschla\u00adgen, und als er fer\u00adtig war, setz\u00adte sich Hans mein Igel dar\u00adauf, ritt fort, nahm auch Schwei\u00adne und Esel mit, die wollt er drau\u00ad\u00dfen im Wal\u00adde&nbsp;h\u00fcten.<\/p>\n<p>Im Wald aber mu\u00df\u00adte der Hahn mit ihm auf einen hohen Baum flie\u00adgen, da sa\u00df er und h\u00fcte\u00adte die Esel und Schwei\u00adne, und sa\u00df lan\u00adge Jah\u00adre, bis die Her\u00adde ganz gro\u00df war, und wu\u00df\u00adte sein Vater nichts von ihm. Wenn er aber auf dem Baum sa\u00df, blies er sei\u00adnen Dudel\u00adsack und mach\u00adte Musik, die war sehr&nbsp;sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Ein\u00admal kam ein K\u00f6nig vor\u00adbei\u00adge\u00adfah\u00adren, der hat\u00adte sich ver\u00adirrt und h\u00f6r\u00adte die Musik; da ver\u00adwun\u00adder\u00adte er sich dar\u00ad\u00fcber und schick\u00adte sei\u00adnen Bedien\u00adten hin, er soll\u00adte sich ein\u00admal umgu\u00adcken, wo die Musik her\u00adk\u00e4\u00adme. Er guck\u00adte sich um, sah aber nichts als ein klei\u00adnes Tier auf dem Baum oben sit\u00adzen, das war ein G\u00f6ckel\u00adhahn, auf dem ein Igel sa\u00df, und der mach\u00adte die&nbsp;Musik.<\/p>\n<p>Da sprach der K\u00f6nig zum Bedien\u00adten, er soll\u00adte fra\u00adgen, war\u00adum er da s\u00e4\u00dfe, und ob er nicht w\u00fc\u00df\u00adte, wo der Weg in sein K\u00f6nig\u00adreich gin\u00adge. Da stieg Hans mein Igel vom Baum und sprach, er woll\u00adte den Weg zei\u00adgen, wenn der K\u00f6nig ihm woll\u00adte ver\u00adschrei\u00adben und ver\u00adspre\u00adchen, was ihm zuerst begeg\u00adne\u00adte am k\u00f6nig\u00adli\u00adchen Hofe, sobald er nach Haus k\u00e4me. Da dach\u00adte der K\u00f6nig: \u201cDas kann ich leicht tun, Hans mein Igel versteht\u2019s doch nicht, und ich kann schrei\u00adben, was ich will.\u201d Da nahm der K\u00f6nig Feder und Din\u00adte und schrieb etwas auf, und als es gesche\u00adhen war, zeig\u00adte ihm Hans mein Igel den Weg, und er kam gl\u00fcck\u00adlich nach&nbsp;Haus.<\/p>\n<p>Sei\u00adne Toch\u00adter aber, wie sie ihn von wei\u00adtem sah, war so voll Freu\u00adden, da\u00df sie ihm ent\u00adge\u00adgen\u00adlief und ihn k\u00fc\u00df\u00adte. Da gedach\u00adte er an Hans mein Igel und erz\u00e4hl\u00adte ihr, wie es ihm gegan\u00adgen w\u00e4re, und da\u00df er einem wun\u00adder\u00adli\u00adchen Tier h\u00e4t\u00adte ver\u00adschrei\u00adben sol\u00adlen, was ihm daheim zuerst begeg\u00adnen w\u00fcr\u00adde, und das Tier h\u00e4t\u00adte auf einem Hahn wie auf einem Pfer\u00adde geses\u00adsen und sch\u00f6\u00adne Musik gemacht; er h\u00e4t\u00adte aber geschrie\u00adben, es sollt\u2019s nicht haben, denn Hans mein Igel k\u00f6nnt es doch nicht lesen. Dar\u00ad\u00fcber war die Prin\u00adzes\u00adsin froh und sag\u00adte, das w\u00e4re gut, denn sie w\u00e4re doch nim\u00admer\u00admehr hingegangen.<\/p>\n<p>Hans mein Igel aber h\u00fcte\u00adte die Esel und Schwei\u00adne, war immer lus\u00adtig, sa\u00df auf dem Baum und blies auf sei\u00adnem Dudel\u00adsack. Nun geschah es, da\u00df ein ande\u00adrer K\u00f6nig gefah\u00adren kam mit sei\u00adnen Bedien\u00adten und Laufern, und hat\u00adte sich ver\u00adirrt und wu\u00df\u00adte nicht, wie\u00adder nach Haus zu kom\u00admen, weil der Wald so gro\u00df war. Da h\u00f6r\u00adte er gleich\u00adfalls die sch\u00f6\u00adne Musik von wei\u00adtem und sprach zu sei\u00adnem Lau\u00adfer, was das wohl w\u00e4re, er soll\u00adte ein\u00admal zuse\u00adhen. Da ging der Lau\u00adfer hin unter den Baum und sah den G\u00f6ckel\u00adhahn sit\u00adzen und Hans mein Igel oben\u00addrauf. Der Lau\u00adfer frag\u00adte ihn, was er da oben vor\u00adh\u00e4t\u00adte. \u201cIch h\u00fcte mei\u00adne Esel und Schwei\u00adne; aber was ist Euer Begeh\u00adren?\u201d Der Lau\u00adfer sag\u00adte, sie h\u00e4t\u00adten sich ver\u00adirrt und k\u00f6nn\u00adten nicht wie\u00adder ins K\u00f6nig\u00adreich, ob er ihnen den Weg nicht zei\u00adgen wollte.<\/p>\n<p>Da stieg Hans mein Igel mit dem Hahn vom Baum her\u00adun\u00adter und sag\u00adte zu dem alten K\u00f6nig, er wol\u00adle ihm den Weg zei\u00adgen, wenn er ihm zu eigen geben woll\u00adte, was ihm zu Haus vor sei\u00adnem k\u00f6nig\u00adli\u00adchen Schlos\u00adse das ers\u00adte begeg\u00adnen w\u00fcr\u00adde. Der K\u00f6nig sag\u00adte ja und unter\u00adschrieb sich dem Hans mein Igel, er soll\u00adte es haben. Als das gesche\u00adhen war, ritt er auf dem G\u00f6ckel\u00adhahn vor\u00adaus und zeig\u00adte ihm den Weg, und gelang\u00adte der K\u00f6nig gl\u00fcck\u00adlich wie\u00adder in sein Reich. Wie er auf den Hof kam, war gro\u00ad\u00dfe Freu\u00adde dar\u00fcber.<\/p>\n<p>Nun hat\u00adte er eine ein\u00adzi\u00adge Toch\u00adter, die war sehr sch\u00f6n, lief ihm ent\u00adge\u00adgen, fiel ihm um den Hals und k\u00fc\u00df\u00adte ihn und freu\u00adte sich, da\u00df ihr alter Vater wie\u00adder\u00adkam. Sie frag\u00adte ihn auch, wo er so lan\u00adge in der Welt gewe\u00adsen w\u00e4re, da erz\u00e4hl\u00adte er ihr, er h\u00e4t\u00adte sich ver\u00adirrt und w\u00e4re bei\u00adna\u00adhe gar nicht wie\u00adder\u00adge\u00adkom\u00admen, aber als er durch einen gro\u00ad\u00dfen Wald gefah\u00adren w\u00e4re, h\u00e4t\u00adte einer, halb wie ein Igel, halb wie ein Mensch, ritt\u00adlings auf einem Hahn in einem hohen Baum geses\u00adsen und sch\u00f6\u00adne Musik gemacht, der h\u00e4t\u00adte ihm fort\u00adge\u00adhol\u00adfen und den Weg gezeigt, er aber h\u00e4t\u00adte ihm daf\u00fcr ver\u00adspro\u00adchen, was ihm am k\u00f6nig\u00adli\u00adchen Hofe zuerst begeg\u00adne\u00adte, und das w\u00e4re sie, und das t\u00e4te ihm nun so leid. Da ver\u00adsprach sie ihm aber, sie woll\u00adte ger\u00adne mit ihm gehen, wann er k\u00e4me, ihrem alten Vater zuliebe.<\/p>\n<p>Hans mein Igel aber h\u00fcte\u00adte sei\u00adne Schwei\u00adne, und die Schwei\u00adne beka\u00admen wie\u00adder Schwei\u00adne, und wur\u00adden ihrer so viel, da\u00df der gan\u00adze Wald voll war. Da woll\u00adte Hans mein Igel nicht l\u00e4n\u00adger im Wal\u00adde leben und lie\u00df sei\u00adnem Vater sagen, sie soll\u00adten alle St\u00e4l\u00adle im Dorf r\u00e4u\u00admen, denn er k\u00e4me mit einer so gro\u00ad\u00dfen Her\u00adde, da\u00df jeder schlach\u00adten k\u00f6nn\u00adte, der nur schlach\u00adten woll\u00adte. Da war sein Vater betr\u00fcbt, als er das h\u00f6r\u00adte, denn er dach\u00adte, Hans mein Igel w\u00e4re schon lan\u00adge gestorben.<\/p>\n<p>Hans mein Igel aber setz\u00adte sich auf sei\u00adnen G\u00f6ckel\u00adhahn, trieb die Schwei\u00adne vor sich her ins Dorf und lie\u00df schlach\u00adten; hu! da war ein Gemet\u00adzel und ein Hacken, da\u00df man\u2019s zwei Stun\u00adden weit h\u00f6ren konn\u00adte. Danach sag\u00adte Hans mein Igel: \u201cV\u00e4ter\u00adchen, la\u00dft mir mei\u00adnen G\u00f6ckel\u00adhahn noch ein\u00admal vor der Schmie\u00adde beschla\u00adgen, dann reit ich fort und kom\u00adme mein Leb\u00adtag nicht wie\u00adder.\u201d Da lie\u00df der Vater den G\u00f6ckel\u00adhahn beschla\u00adgen und war froh, da\u00df Hans mein Igel nicht wie\u00adder\u00adkom\u00admen wollte.<\/p>\n<p>Hans mein Igel ritt fort in das ers\u00adte K\u00f6nig\u00adreich, da hat\u00adte der K\u00f6nig befoh\u00adlen, wenn einer k\u00e4me auf einem Hahn gerit\u00adten und h\u00e4t\u00adte einen Dudel\u00adsack bei sich, dann soll\u00adten alle auf ihn schie\u00ad\u00dfen, hau\u00aden und ste\u00adchen, damit er nicht ins Schlo\u00df k\u00e4me. Als nun Hans mein Igel daher\u00adge\u00adrit\u00adten kam, dran\u00adgen sie mit den Bajo\u00adnet\u00adten auf ihn ein, aber er gab dem Hahn die Spo\u00adren, flog auf, \u00fcber das Tor hin vor des K\u00f6nigs Fens\u00adter, lie\u00df sich da nie\u00adder, und rief ihm zu, er sollt ihm geben, was er ver\u00adspro\u00adchen h\u00e4t\u00adte, sonst so wollt er ihm und sei\u00adner Toch\u00adter das Leben nehmen.<\/p>\n<p>Da gab der K\u00f6nig sei\u00adner Toch\u00adter gute Wor\u00adte, sie m\u00f6ch\u00adte zu ihm hin\u00adaus\u00adge\u00adhen, damit sie ihm und sich das Leben ret\u00adte\u00adte. Da zog sie sich wei\u00df an, und ihr Vater gab ihr einen Wagen mit sechs Pfer\u00adden und herr\u00adli\u00adche Bedien\u00adten, Geld und Gut. Sie setz\u00adte sich ein, und Hans mein Igel mit sei\u00adnem Hahn und Dudel\u00adsack neben sie, dann nah\u00admen sie Abschied und zogen fort, und der K\u00f6nig dach\u00adte, er krieg\u00adte sie nicht wie\u00adder zu sehen. Es ging aber anders, als er dach\u00adte, denn als sie ein St\u00fcck Wegs von der Stadt waren, da zog ihr Hans mein Igel die sch\u00f6\u00adnen Klei\u00adder aus und stach sie mit sei\u00adner Igel\u00adhaut, bis sie ganz blu\u00adtig war, sag\u00adte: \u201cDas ist der Lohn f\u00fcr eure Falsch\u00adheit, geh hin, ich will dich nicht\u201d, und jag\u00adte sie damit nach Haus, und war sie beschimpft ihr Lebtag.<\/p>\n<p>Hans mein Igel aber ritt wei\u00adter auf sei\u00adnem G\u00f6ckel\u00adhahn und mit sei\u00adnem Dudel\u00adsack nach dem zwei\u00adten K\u00f6nig\u00adreich, wo er dem K\u00f6nig auch den Weg gezeigt hat\u00adte. Der aber hat\u00adte bestellt, wenn einer k\u00e4me wie Hans mein Igel, soll\u00adten sie das Gewehr pr\u00e4\u00adsen\u00adtie\u00adren, ihn frei her\u00adein\u00adf\u00fch\u00adren, Vivat rufen, und ihn ins k\u00f6nig\u00adli\u00adche Schlo\u00df brin\u00adgen. Wie ihn nun die K\u00f6nigs\u00adtoch\u00adter sah, war sie erschro\u00adcken, weil er doch gar zu wun\u00adder\u00adlich aus\u00adsah, sie dach\u00adte aber, es w\u00e4re nicht anders, sie h\u00e4t\u00adte es ihrem Vater ver\u00adspro\u00adchen. Da ward Hans mein Igel von ihr bewill\u00adkommt, und ward mit ihr ver\u00adm\u00e4hlt, und er mu\u00df\u00adte mit an die k\u00f6nig\u00adli\u00adche Tafel gehen, und sie setz\u00adte sich zu sei\u00adner Sei\u00adte, und sie a\u00dfen und tranken.<\/p>\n<p>Wie\u2019s nun Abend ward, da\u00df sie woll\u00adten schla\u00adfen gehen, da f\u00fcrch\u00adte\u00adte sie sich sehr vor sei\u00adnen Sta\u00adcheln; er aber sprach, sie soll\u00adte sich nicht f\u00fcrch\u00adten, es gesch\u00e4\u00adhe ihr kein Leid, und sag\u00adte zu dem alten K\u00f6nig, er soll\u00adte vier Mann bestel\u00adlen, die soll\u00adten wachen vor der Kam\u00admer\u00adt\u00fc\u00adre und ein gro\u00ad\u00dfes Feu\u00ader anma\u00adchen, und wann er in die Kam\u00admer ein\u00adgin\u00adge und sich ins Bett legen woll\u00adte, w\u00fcr\u00adde er aus sei\u00adner Igels\u00adhaut her\u00adaus\u00adkrie\u00adchen und sie vor dem Bett lie\u00adgen las\u00adsen; dann soll\u00adten die M\u00e4n\u00adner hur\u00adtig her\u00adbei\u00adsprin\u00adgen und sie ins Feu\u00ader wer\u00adfen, auch dabei\u00adblei\u00adben, bis sie vom Feu\u00ader ver\u00adzehrt&nbsp;w\u00e4re.<\/p>\n<p>Wie die Glo\u00adcke nun elfe schlug, da ging er in die Kam\u00admer, streif\u00adte die Igels\u00adhaut ab und lie\u00df sie vor dem Bet\u00adte lie\u00adgen; da kamen die M\u00e4n\u00adner und hol\u00adten sie geschwind und war\u00adfen sie ins Feu\u00ader; und als sie das Feu\u00ader ver\u00adzehrt hat\u00adte, da war er erl\u00f6st und lag da im Bett ganz als ein Mensch gestal\u00adtet, aber er war kohl\u00adschwarz wie gebrannt. Der K\u00f6nig schick\u00adte zu sei\u00adnem Arzt, der wusch ihn mit guten Sal\u00adben und bal\u00adsa\u00admier\u00adte ihn, da ward er wei\u00df und war ein sch\u00f6\u00adner jun\u00adger Herr. Wie das die K\u00f6nigs\u00adtoch\u00adter sah, war sie froh, und am andern Mor\u00adgen stie\u00adgen sie mit Freu\u00adden auf, a\u00dfen und tran\u00adken, und ward die Ver\u00adm\u00e4h\u00adlung erst recht gefei\u00adert, und Hans mein Igel bekam das K\u00f6nig\u00adreich von dem alten&nbsp;K\u00f6nig.<\/p>\n<p>Wie etli\u00adche Jah\u00adre her\u00adum waren, fuhr er mit sei\u00adner Gemah\u00adlin zu sei\u00adnem Vater und sag\u00adte, er w\u00e4re sein Sohn; der Vater aber sprach, er h\u00e4t\u00adte kei\u00adnen, er h\u00e4t\u00adte nur einen gehabt, der w\u00e4re aber wie ein Igel mit Sta\u00adcheln gebo\u00adren wor\u00adden und w\u00e4re in die Welt gegan\u00adgen. Da gab er sich zu erken\u00adnen, und der alte Vater freu\u00adte sich und ging mit ihm in sein K\u00f6nig\u00adreich. Mein M\u00e4r\u00adchen ist aus, und geht vor Gust\u00adchen sein&nbsp;Haus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>aus: Gebr\u00fc\u00adder Grimm, Kin\u00ad\u00adder- und Haus\u00adm\u00e4r\u00adchen Es war ein\u00admal ein Bau\u00ader, der hat\u00adte Geld und Gut genug, aber wie reich er war, so fehl\u00adte doch etwas an sei\u00adnem Gl\u00fcck: er hat\u00adte mit sei\u00adner Frau kei\u00adne Kin\u00adder. \u00d6fters, wenn er mit den andern Bau\u00adern in die Stadt ging, spot\u00adte\u00adten sie und frag\u00adten, war\u00adum er kei\u00adne Kin\u00adder \u2026 <a href=\"http:\/\/hans-igel.de\/?page_id=7\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Hans mein&nbsp;Igel<\/span> wei\u00adter\u00adle\u00adsen <span class=\"meta-nav\">\u2192<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"sfsi_plus_gutenberg_text_before_share":"","sfsi_plus_gutenberg_show_text_before_share":"","sfsi_plus_gutenberg_icon_type":"","sfsi_plus_gutenberg_icon_alignemt":"","sfsi_plus_gutenburg_max_per_row":"","wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-7","page","type-page","status-publish","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v24.7 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Hans mein Igel - Hans Igel<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"http:\/\/hans-igel.de\/?page_id=7\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Hans mein Igel - Hans Igel\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"aus: Gebr\u00fc\u00adder Grimm, Kin\u00adder- und Hausm\u00e4rchen Es war ein\u00admal ein Bau\u00ader, der hat\u00adte Geld und Gut genug, aber wie reich er war, so fehl\u00adte doch etwas an sei\u00adnem Gl\u00fcck: er hat\u00adte mit sei\u00adner Frau kei\u00adne Kin\u00adder. \u00d6fters, wenn er mit den andern Bau\u00adern in die Stadt ging, spot\u00adte\u00adten sie und frag\u00adten, war\u00adum er kei\u00adne Kin\u00adder &hellip; Hans mein&nbsp;Igel weiterlesen &rarr;\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"http:\/\/hans-igel.de\/?page_id=7\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Hans Igel\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2016-05-11T08:51:04+00:00\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"10\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"http:\/\/hans-igel.de\/?page_id=7\",\"url\":\"http:\/\/hans-igel.de\/?page_id=7\",\"name\":\"Hans mein Igel - Hans Igel\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/hans-igel.de\/#website\"},\"datePublished\":\"2016-05-10T07:49:13+00:00\",\"dateModified\":\"2016-05-11T08:51:04+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"http:\/\/hans-igel.de\/?page_id=7#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"http:\/\/hans-igel.de\/?page_id=7\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"http:\/\/hans-igel.de\/?page_id=7#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/hans-igel.de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Hans mein&nbsp;Igel\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/hans-igel.de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/hans-igel.de\/\",\"name\":\"Hans Igel\",\"description\":\"Verein f\u00fcr Inklusion &amp; Theater e. 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